Wir
sind
da
Ruth Stossfellner
Wissensvermittlerin
Ich
bin
da
Ich helfe helfen, das tue ich gern. Als Sozialarbeiterin bringe ich nicht nur Verständnis mit, sondern auch eine Menge Wissen. Wissen belebt. Besonders wichtig ist mir die Sorgfalt. Sorgfalt, die in alle Richtungen geht.
Mutter-Kind-
Probleme
Lösen!
Regula
34 Jahre *
Mutter-Kind-
Probleme
Regula S. bekommt kurz vor Weihnachten ein Baby. Die Behörden sind alarmiert. Frau S. ist drogenabhängig, lebt von Sozialhilfe und verweigert nach der Geburt den geplanten Aufenthalt im Mutter-Kind-Haus. Ihr Umfeld scheint chaotisch. Der Freund undurchsichtig, selbst arbeitslos. Die Wohnsituation verwahrlost. Die erste Tochter, heute 16, wurde fremdplatziert. Regula fürchtet nun, dass man ihr das Kind wegnimmt. Auf die Krisenintervention der Gemeinde durch Koosa reagiert sie zuerst wütend. Dann folgt eine intensive Zeit der Kooperation. Täglich schauen wir vorbei, helfen, beraten, unterstützen sie und können zusehen, wie sie die Situation meistert und alles Notwendige unternimmt, um für sich und ihr Kind zu sorgen. Nach einem halben Jahr begleiten wir Mutter und Kind nur noch sporadisch. Es läuft gut. Die Behörde ist beruhigt. Wir freuen uns über die Fortschritte von Mutter und Tochter.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Roberto Destro
Haltgeber
Ich
bin
da
Ich versuche klar zu sein, meinen Standpunkt einzubringen. Ich denke, nur wer eine Haltung einnimmt, kann auch Halt geben. Gegenseitiger Respekt ist Bedingung. Gegenseitige Wertschätzung das Ergebnis.
Alkohol-
Probleme
Lösen!
Paula
62 Jahre *
Alkohol-
Probleme
Paula B. ist betrunken. Sie ist alkoholkrank. Nach wiederholten Abstürzen und am Rand der Verwahrlosung sucht sie eine Tagesklinik auf. Hier stabilisiert sich ihr Zustand. Sie stimmt der Einrichtung einer Mitwirkungsbeistandschaft zu. Wir sind überrascht, Frau B. fängt sich und setzt sich offen mit ihrer Sucht auseinander. Sie ist für Hilfe empfänglich. Wir treffen uns monatlich. Es geht um Alltägliches. Einzahlungen, Behördengänge, praktische Lebensgestaltung und um die Fragen «Wie bekommen Sie ihr Leben wieder in den Griff? Was können wir für Sie tun? Was können Sie selber tun.» Frau B. macht Fortschritte, verlässt die Tagesklinik. Sie wohnt wieder zuhause, vernetzt sich und findet eine Anstellung als Altenpflegerin und Haushaltshilfe. Die Arbeit macht ihr Spass. Sie erledigt ihre Aufgaben und weiss, wo Sie sich, wenn nötig, Hilfe holen kann. Alle sind sich einig, die Beistandschaft wird aufgehoben. Frau B. bedankt sich äusserst herzlich bei uns und sagt: «Es hat mir geholfen, dass Sie mich von Anfang als Mensch und nicht als Alkoholikerin betrachtet haben.»
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Roman Meier
Motivator
Ich
bin
da
Befähigen, beflügeln und inspirieren. Das verloren gegangene Selbstvertrauen wieder finden. Gemeinsam klettern. Hindernisse überwinden. Gerade in der Jugendarbeit tut Aufmunterung mega gut.
Erziehungs-
Probleme
Lösen!
Tobias
16 Jahre *
Erziehungs-
Probleme
Tobias lässt sich hängen. Als Einzelkind wächst er bei seiner Mutter auf. Obwohl blitzgescheit, fällt er in der Schule auf, durch mangelnde Leistungen, konfuse Wutausbrüche und unentschuldigte Absenzen. Mit 13 wird er auf dem Pausenplatz beim Kiffen erwischt. Die Mutter fühlt sich dem nicht mehr gewachsen, sie kommt nicht mehr an ihn heran. Während des Openairs verschwindet Tobias und taucht erst drei Tage später wieder auf. So kann es nicht weitergehen. Lehrerin und Gemeinde schalten mit dem Einverständnis der Mutter Koosa ein. Wir begleiten Tobias zuerst intensiv, später in regelmässigen Abständen während zwei Jahren und lernen seine starken Seiten kennen. Nach einer Verweigerung und diversen Streitigkeiten fängt er sich und kann den drohenden Schulabbruch knapp verhindern. Er findet eine Freundin und setzt sich nun aktiver für seine Interessen ein. Trotz erschwerter Lehrstellensuche findet Tobias einen Ausbildungsplatz als Polygraf. Mutter und Vater, die Familie der Mutter und die Freundin von Tobias spielten bei der Lösungsfindung eine wichtige Rolle. Tobias freute sich nun auf die Lehre und ist motiviert.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Esther van Amstel
Mutmacherin
Ich
bin
da
Ich begegne anfangs oft einer Ohnmacht. Viele haben das Gefühl, sie stünden mit Ihren Problemen allein. Sie fühlen sich überfordert. Ich möchte Menschen Mut machen, in ihre eigene Kraft zu kommen und ihre Stärken neu zu entdecken.
Verwahrlosungs-
Probleme
Lösen!
Familie K. *
Verwahrlosungs-
Probleme
Gewalt in der Familie. Mutter und drei Kinder sind durch die häusliche Gewalt des Vaters traumatisiert. Das Wohl der Kinder ist durch zunehmende Verwahrlosung gefährdet. Die Mutter ist überfordert und ihren Kindern nicht mehr gewachsen. Schliesslich wird ihr die Erziehungsfähigkeit abgesprochen. Koosa springt ein, um das Auseinanderfallen der Familie zu verhindert. Unsere Sozialbegleiterinnen und Sozialpädagogen begleiten Mutter und Kinder, vier Tage pro Woche jeweils vier bis sechs Stunden. Wir sind oft von Ort und begleiten die Familie über einen längeren Zeitraum. Vieles gelingt. Die Kinder meistern die Schule und die Lehre. Der Haushalt läuft wieder rund. Die Familie hält sich an Tagesstrukturen. Die Kindeswohlgefährdung wird aufgehoben. Die ausserfamiliäre Platzierung der Kinder ist kein Thema mehr. Gut gekommen ist vieles, weil Kinder und Mutter eine starke und liebevolle Bindung leben.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Ingeborg Kolb
Raumschafferin
Ich
bin
da
Da sein bedeutet für mich, präsent zu sein. Ich höre zu, stelle Fragen, zeige Möglichkeiten auf. Schön, wenn es gelingt, Raum zu schaffen für Einsichten, für eigene Stärken, Ideen und Lösungswege.
Einsteiger-
Probleme
Lösen!
Ralph
25 Jahre *
Einsteiger-
Probleme
Ralph R. steht im Abseits. Zehn Jahre nach seinem Schulabgang hat der schüchterne, psychisch belastete junge Mann im Berufsalltag noch immer nicht Fuss gefasst. Der Blick zurück macht einiges verständlich. Die lange Krankheit als Kind, das Mobbing in der Schule, der Schulabgang ohne Anschlusslösung, negative Rückmeldungen auf erste Arbeitseinsätze. Das alles nagt an seinem Selbstwertgefühl. Ralph ist deprimiert. Er fühlt sich überfordert, zieht sich zurück. Ein ehemaliger Lehrer bringt ihm Verständnis entgegen und hilft ihm, wieder eine Perspektive zu entwickeln. Er hilft ihm, sich Hilfe von der Gemeinde zu holen. Diese verweist ihn an Koosa. Wir melden ihn bei der IV an und unterstützen ihn in seinem Wunsch, eine gute Arbeit zu finden. Eine Stiftung stellt den jungen Mann ohne Refinanzierung durch Gemeinde und IV ein und zahlte ihm einen Lohn. Die Eltern betrachten die Veränderung im Gemütszustand ihres Sohnes als kleines Wunder. Die IV-Abklärung steht noch bevor. Ralph will eine EBA Ausbildung zum Verkäufer machen. Wir begleiten ihn dabei.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Viviane Mainberger
Vertrauensbildnerin
Ich
bin
da
Ich begegne Menschen respektvoll. Erst in einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung und Wertschätzung bildet sich das Vertrauen, das eine wirkungsvolle Zusammenarbeit ermöglicht.
Familien-
Probleme
Lösen!
Familie B. *
Familien-
Probleme
Familie B. ist ausser Rand und Band. Die Stimmung wird seit Jahren durch die ewigen Streitereien der Eltern getrübt. Doch erst die Trennung der Eltern wirbelt die Familie komplett durcheinander. Die Mutter, 36, wirkt überfordert. Der 12 jährige Sohn und die 14 jährige Tochter machen, was sie wollen. Der Vater, 49, beginnt zu trinken und verliert bald darauf seinen Arbeitsplatz. Die Eltern sind zerstritten. Es ist ihnen nicht mehr möglich, miteinander zu sprechen. Koosa übernimmt die Beistandschaft, sowohl für die Kinder, sowie auch für den Vater. Der Familie gelingt es langsam wieder auf die Beine zu kommen. Der Sohn lebt jetzt beim Vater. Dieser hat sich nach einer Kurz-Therapie wieder gefangen und konnte bei seinem früheren Arbeitgeber wieder einsteigen. Die Tochter ist bei der Mutter geblieben. Beide Kinder absolvieren eine Lehre. Die Wogen zwischen Mutter und Vater sind geglättet. Gespräche sind wieder möglich.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Trix Maag
Impulsgeberin
Ich
bin
da
In der Arbeit mit den Menschen, die ich begleite, geht es mir darum, dass sie ihre eigenen Ideen und Vorstellungen entwickeln. Lösungen, die sie dann auch umsetzen können. Wenn das gelingt, freut mich das riesig.
Selbstwert-
Probleme
Lösen!
Edith
48 Jahre *
Selbstwert-
Probleme
Edith Z. gilt als unmündig. Als Kind wird sie dumm geschimpft. Sie ordnet sich unter, passt sich an, gehorcht stillschweigend. Wegen angeblicher Geisteskrankheit wird Edith Z. mit 30 unter Vormundschaft gestellt. Sie ist nun unmündig und fühlt sich auch so. Eine Bezugsperson entdeckt ihr Potenzial. Koosa begleitet Edith Z. während vier Jahren mit dem Ziel, ihre Selbständigkeit zu fördern. Sie lernt schnell, für sich einzustehen und eigene Entscheidungen zu treffen. Es gelingt ihr, sich aus der geschützten Institution, in der sie bereits ihre Schulzeit verbrachte, zu lösen. Edith will auf eigenen Beinen stehen. Heute wohnt sie alleine, führt ihren Haushalt selbständig und schaut gut zu sich. Sie führt ein Ausgabenbüchlein und legt jeden Monat etwas Geld zurück. Sie pflegt Freundschaften und hat eine Arbeit gefunden, die sie erfüllt. Die Vormundschaft wird aufgelöst und in eine Begleitbeistandschaft umgewandelt. Edith Z. kann heute selbstständig Verträge abschliessen oder ihre Wohnung wechseln. Sie gestaltet ihr Leben selbst.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Jeannine Gsell Begleiterin
Ich
bin
da
Ich bin nah dran und suche Menschen Zuhause auf. Ich unterstütze sie. Wo notwendig, lege ich selber Hand an oder zeige, wie’s geht oder gehen könnte. Gemeinsam fällen wir Entscheidungen, so kommen wir voran.
Team- Probleme
Monika
32 Jahre *
Team-
Probleme
Monika K. ist überfordert. Sie arbeitet als Gruppenleiterin in einem Wohnheim. Ungereimtheiten in der Organisation und Spannung im Team machen ihr die Arbeit schwer. Das Arbeitsklima ist frostig. Langjährige Mitarbeiter haben gekündigt. Ihr scheint, alle gehen den Weg des geringsten Widerstands. Keiner riskiert ein offenes Wort. Zu viel Verantwortung lastet auf zu wenig Schultern. Die Bewohnerinnen spüren das ungute Klima und reagieren entsprechend ungut. Etwas muss geschehen. In Absprache mit der Heimleitung schaltet Monika Koosa ein. Der Blick von aussen ist ihr wichtig. Als Coach wollen wir sachlich entflechten. Wo liegen die Probleme? In der Organisation? Im Team? Bei jedem Einzelnen? Was muss sich ändern? Und wohin soll die Reise gehen? Kein einfacher Prozess. Drei Monate Lösungsfindung. Fünf gemeinsame Sitzungen. Monika K. und Ihr Team konnten vieles klären und Abläufe optimieren. Das Klima hat sich verbessert. Monika K. ist wieder motiviert.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Evi Graf Fadenknüpferin
Ich
bin
da
Im Sekretariat laufen viele Fäden zusammen. Ich bin da, höre zu, vermittle. Daneben verknüpfe ich unsere Zahlen buchhalterisch. Unsere soziale Arbeit gestalten wir auch administrativ – effizient und bedarfsgerecht.
Schul Absentismus
Tamara
13 Jahre *
Schul
Absentismus
Tamara bleibt immer öfters am Morgen liegen. Eigentlich sollte sie selbstständig aufstehen doch sie verkriecht sich unter die Bettdecke. Obwohl sie den besorgten Eltern versprochen hat, dass sie wieder regelmässig in die Schule gehen wird, schafft sie es dann doch nicht. Die Lehrerin erlebt Tamara als schwierige Schülerin, sie steht kurz vor einem Time Out. Die Lehrerin denkt, die Eltern seien nicht in der Lage, das Mädchen aus dem Bett und in die Schule zu bringen. Die Eltern denken, dass ihre Tochter irgendwo in der Schule Schwierigkeiten hat und sich deshalb verweigert. Koosa organisiert das Miteinander. Gemeinsame Gespräche stärken die kooperative Haltung und führen die Beteiligten aus ihrer Ohnmachtssituation. Gemeinsam werden Lösungsideen entwickelt und umgesetzt. Tamara wohnt kurzfristig bei der Familie einer Schulkollegin. Von da aus gelingt es ihr wieder, regelmässig und pünktlich in die Schule zu gehen.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Daniel Suter Pionier
Ich
bin
da
Wir sind da, wo das Leben spielt. Wir gehen auf Menschen zu und begleiten sie in ihrem sozialen Umfeld. Wir arbeiten mit ihnen zusammen und offerieren Hilfe zur Selbsthilfe.
Vater-Kind- Probleme
Lisa
5 Jahre *
Vater-Kind-
Probleme
Lisa möchte ihren Papa sehen. Das möchte auch der Vater. Sein Besuchsrecht ist jedoch seit der Scheidung eingeschränkt. Besuche und Ausflüge sind nur unter Aufsicht möglich. Lisa weiss davon nicht viel. Sie lebt bei ihrer Mutter und wird unter der Woche von den Grosseltern betreut. Alle sind froh, dass der Vater die Tochter nicht allein besucht. Sie kennen die Begleiterin von Koosa und vertrauen ihr. Für den Vater ist die Situation zuerst beklemmend. Dann akzeptiert er sie. Heute sieht er auch Vorteile darin, gerade in der Kommunikation mit der Mutter, den Grosseltern und seiner Tochter. Koosa begleitet ihn und Lisa bei jedem Besuch und auf gemeinsamen Ausflügen. Lisa ist mit unserer Mitarbeiterin vertraut. Sie freut sich, sie zu sehen. Koosa hält sich im Hintergrund und bleibt doch präsent. Lisa geniesst die Begegnung mit ihrem Vater sichtlich. Gemeinsam erleben sie viel Schönes. Die Kosten werden zur Hälfte vom Vater und zur Hälfte von der Gemeinde getragen.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Sigmund Graf Mitmensch
Ich
bin
da
Jeder Mensch ist autonom, einzigartig, ein Individuum mit eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen. Wie wollen Menschen nicht ändern sondern stärken, ihren eigenen Weg zu gehen.
Sorgerecht- Probleme
Lara
46 Jahre *
Sorgerecht-
Probleme
Für Lara F. wird das gemeinsam ausgeübte Sorgerecht mit dem getrennt lebenden Partner untragbar. Sie sucht die Unterstützung von Koosa, zwecks Abänderung des gemeinsamen Sorgerechts. Der Ex-Mann sei nicht einverstanden, dass die elfjährige Tochter, die von ihr gewünschte Privatschule besuche. Sie wisse nicht, wie weiter und überlege nun, die gemeinsame Sorge abzugeben. Im Erstgespräch motiviert Koosa die Mutter den ebenfalls sorgeberechtigten Vater in die Beratung und die Entscheidung miteinzubeziehen. Dies gelingt nach einem Telefongespräch von Koosa mit dem Vater. Entgegen der erstaunten Mutter. Während der gemeinsamen Beratung kommen «Altlasten» in der Elternzusammenarbeit, gegenseitige Forderungen, Sorgen um die Tochter sowie die Schul-Finanzierung aufs Tapet. Auch für die Beraterin erstaunlich, der Vater stimmt noch während des Gesprächs dem Besuch der Privatschule zu. Die Beratung konnte nach zwei Gesprächen und zwei Telefonaten beendet werden. Die Eltern meinten erfreut, diese positive Erfahrung werde ihnen zukünftig das Miteinander erleichtern.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Claudia Meyer Seelenverwandte
Ich
bin
da
Ich möchte Menschen verbinden, weil ich mich selbst verbunden fühle. Zurückhaltend begleiten, ohne zu werten. Alle sollen sich wohlfühlen. Auch ich selbst. Was uns trennt scheint mir kleiner, als das, was uns verbindet.
Alltags- Probleme
Eva
44 Jahre *
Alltags-
Probleme
Eva M., ist Mutter von zwei Kindern hat vor mehr als drei Jahren einen Hirnschlag erlitten. Als Folge ist sie nun halbseitig gelähmt und benutzt für weitere Strecken einen Rolator. Sie geht seit ihrer Erkrankung in die Logopädie und lernt wieder sprechen, lesen und Zahlen verstehen. Sie ist auf Hilfe im Haushalt angewiesen und kann viele Dinge nur langsam erledigen. Nach der Scheidung wird ein Besuchsrecht für den Kontakt zwischen den Kindern und der Mutter festgelegt. Da Eva M. ihren Kindern Ausflüge nicht allein bieten kann, wird ein begleitetes Besuchsrecht eingerichtet. An jedem Besuchswochenende findet mindestens an einem Tag eine sechsstündige Begleitung statt. Dies ermöglicht es der Mutter und ihren Kindern, miteinander Ausflüge in den Zoo zu unternehmen, gemeinsam Kleider einzukaufen oder auch einmal ins Kino zu gehen. Dabei hilft Koosa den Kindern auch mit den Einschränkungen der Mutter umzugehen.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Sandra Köstli Macherin
Ich
bin
da
Ich möchte die Dinge kooperativ angehen. Ich bin überzeugt, dass wir so am meisten erreichen. Etwas aufbauen, etwas lösen, neue Wege eröffnen. Ich bin pragmatisch, einfühlsam und denke positiv.
Integrations- Probleme
Robert
22 Jahre *
Integrations-
Probleme
Robert B. steckt in der Krise. Er würde am liebsten alles hinschmeissen. Der psychisch erkrankte junge Mann erhält mit 18 die Chance, doch noch eine Lehre zu machen und den Einstieg ins Berufsleben zu finden. Seit seinem Klinikaufenthalt wird Robert von Koosa begleitet und gecoacht. Eine Massnahme, die von der IV finanziert wird. In seiner periodisch instabilen Zeit, in der er an seiner Liebe zu einem Mädchen verzweifelt, gelingt es uns, Robert wieder aufzufangen und seinen Fokus auf die Ausbildung zu lenken. Koosa steht oft schon am Morgen vor seiner Tür. Wir wecken, motivieren und begleiten ihn. Gegenüber dem Arbeitgeber informieren wir, was den jungen Mann umtreibt. Das Verständnis des Chefs und seines Teams helfen, das vermeintlich schwächste Glied nicht fallen zu lassen. Robert stabilisiert sich und ist schliesslich dankbar für das Verständnis und die Sorge, die man ihm entgegenbringt. Mit 22 Jahren schliesst er seine Lehre erfolgreich ab.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Rolf Straub Erfinder
Ich
bin
da
Soziale Probleme, denen wir als Mensch und Gesellschaft aus dem Weg gehen, kommen in anderer Form wieder auf uns zu. Der einzige nachhaltige Weg, wir müssen sie gemeinsam lösen. Dafür sind wir da.
Familien- Probleme
Alba
14 Jahre *
Familien-
Probleme
Alba gerät auf die schiefe Bahn. Das albanisches Mädchen fehlt immer häufiger im Unterricht und wird bei einem Diebstahl erwischt. Die Lehrerin bemerkt die Veränderung. Alba ist in der Schweiz aufgewachsen, lebt in einer grossen Familie, sie hat viele Tanten und Onkels, Cousins und Schwager. Nach dem Tod ihres Vaters verliert die Mutter, von ihrer Trauer in Beschlag genommen, jede Autorität. Alba fühlt sich alleine gelassen. Von den Onkeln und Geschwistern lässt sie sich nichts mehr sagen. Koosa schaltet sich ein. Wir halten Familienrat, erklären, um was es geht, und dürfen zusehen, wie die Probleme von Alba von der Familie selbst gelöst werden. Wir organisieren verschiedene Zusammentreffen mit wechselnden Beteiligten, mit und ohne Begleitung durch Koosa. Der Familienrat bringt alle an einen Tisch. Bis zu vierundzwanzig Personen in einem Raum. Und alle kümmern sich um Alba. Zuerst ist ihr das Ganze total peinlich. Doch nach Ablauf von drei Monaten fühlt sie sich sichtlich gestärkt. Der albanische Familienrat hat getagt und viel Gutes zustande gebracht, das gibt Alba Halt.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Astrid Lengweiler Freundin
Ich
bin
da
Einfühlsam, freundlich und herzlich sein, das sind für mich Schlüsseltalente. Sie öffnen uns Türen, die uns sonst verschlossen blieben, und bringen uns einander näher. So entstehen Freundschaften.
Jugend- Probleme
Oswald
62 Jahre *
Jugend-
Probleme
Oswald K. ist empört. Eine Gruppe von Jugendlichen bringt ein Dorf auf die Barrikaden. Sinnlose Vandalenakte, zerstöre Sitzbänken, verwüstete Grünanlagen und wüste Schmierereien lassen die ganze Gemeinde aufhorchen. Die Verursacher sind schnell ermittelt. Die Gemeinde wird aktiv und findet in Oskar K. einen Mäzen, der Koosa beauftragt, die Sache aufzuklären und zusammen mit den betroffenen Jugendlichen, ihren Eltern und der Schule einen Ausgleich zu suchen. Mit den Jugendlichen wird das Geschehen reflektiert. Wie konnte es dazu kommen? Welche Dynamik war da im Spiel? Welche Rolle haben die Einzelnen gespielt? Wie könnte man das Vorgefallene wieder gut machen. Gemeinsam mit Jugendlichen und Eltern arbeiten wir konkrete Massnahmen aus. In der Schule werden sinnvolle Aktivitäten zur Wiedergutmachung geplant und durchgeführt. Der Klärungs-Prozess hat vieles ans Licht gebracht. Die Sache ist jetzt gut. Oswald K., freut sich, dass etwas ins Rollen gekommen ist.
* Koosa Fallbeispiel, Namen und nähere Umstände anonymisiert
Angelika Benz Aufhellerin
Ich
bin
da
Kleine Erfolgserlebnisse hervorzuheben und deutlich zu machen, ist für mich wichtig, da sie im Alltag oft untergehen. Erfolge machen Freude und motivieren. Ich möchte auch in schwierigen Situationen für Lichtblicke sorgen.