25.01.2012FamilienratWenn eine Familie Unterstützung und Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder braucht, dann ist ein Familienrat eine Möglichkeit, gemeinsam mit Verwandten und anderen wichtigen Menschen Probleme zu lösen und Hilfen zu planen.Die Familie kommt dabei mit Verwandten, Freunden, Nachbarn oder Freunden der Kinder bzw. Jugendlichen zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Ideen, diskutieren verschiedene Hilfemöglichkeiten und planen schliesslich selbst – ohne Einfluss der Fachleute – eine geeignete Form der Unterstützung. Alle Anwesenden diskutieren dabei mit und überlegen, was sie selbst für die Familie tun können. Dabei werden die Fähigkeiten und Stärken der Familiengruppe, aber auch die Angebote der Verwandtschaft, der Nachbarschaft und des Freundeskreises genutzt. Die Fachleute der Behörden oder anderer sozialer Dienste informieren die Familie über professionelle Unterstützungsmöglichkeiten. Familien werden dabei unterstützt, ihre Probleme aktiv anzugehen und eigenständig Lösungen zu finden. Die Familiengruppe entscheidet sich selbst für eine Lösung oder Hilfe. Sie übernimmt weitgehend die Verantwortung für die Umsetzung. Die Familie überlegt, welche Gäste an ihrem Familienrat teilnehmen sollen. Dabei werden auch verschüttete oder neue Kontakte im Freundes-, Bekanntenkreis und in der Nachbarschaft aktiviert und an der Problemlösung beteiligt. Alle Personen nehmen an der Beratung teil und bieten Lösungen und Hilfen für den Familienalltag an. Fachpersonen geben den Familien ausreichend Informationen für ihre Entscheidungen und unterstützen sie nachher bei der Umsetzung ihrer Vereinbarungen. Sie stellen ggf. professionelle Hilfen zur Verfügung. Die Konferenz wird von einer neutralen Koordinatorin oder einem Koordinator der KOOSA vorbereitet und geleitet. Sie bzw. er übernimmt die Verantwortung für das Verfahren, nicht aber für mögliche Lösungen. Erst in der letzten Konferenzphase wird die zuständige Fachperson z.B. der Vormundschaftsbehörde in die Entscheidung einbezogen. Sie kann die vorgeschlagenen Vereinbarungen der Familie ablehnen, wenn ihr diese unsicher erscheinen oder der junge Mensch einem unverantwortlichen Risiko ausgesetzt wird. In diesem Fall muss weiter beraten werden, bis eine Einigkeit über die weiteren Schritte hergestellt ist. |
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